Eller - 1218 erstmals urkundlich erwähnt

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Eller - 1218 erstmals urkundlich erwähnt

Eller, mit einer Zahl von 29.698 Einwohnern größter Stadtteil im Bezirk, ist im Südosten Düsseldorfs gelegen.  Das historische Rathaus ist zugleich Sitz der Bezirksvertretung. Eller grenzt an Lierenfeld, Vennhausen, Reisholz und Wersten.

Mit einem eigenen, geschlossenen Zentrum zählt Eller zu den Stadtbereichen, die ihr eigenes Gesicht bewahrt haben. Der Gertrudisplatz mit der neogotischen Kirche und die Gumbertstraße tragen zur Behaglichkeit dieser erst 1909 eingemeindeten Kleinstadt bei.

Die Geschichte Ellers

Archäologische Funde lassen auf eine kontinuierliche Besiedlung des Gebietes seit dem 2. Jahrhundert nach Christus schließen. Die Meinung der Historiker, ob dort eine germanische, romanisierte germanische oder römiosche Siedlung bestanden hat, gehen jedoch auseinander.

1218  - erste urkundliche Erwähnung der Siedlung unter dem Namen "Elnere" ("Weide am Sumpf")

1309 - erste urkundliche Erwähnung der Burg Eller

1469 - Ausbau der Anlage zur Wasserburg

1815 - Eller hat 258 Einwohner, in der Burganlage leben zusätzlich 12 Personen 

1826 - aufgrund des maroden Zustands der Befestigung erfolgt der Abriss der Burg bis auf den Turm; Schloss Eller entsteht.

1827-1829 - erste katholische Pfarrkirche im Ort an der Ecke Alt-Eller/Gumbertstraße ("Normalkirche" Schinkels)

1832 - Anstieg der Einwohnerzahl auf 308. In Eller finden sich neben einem kirchlichen (s.o.) auch ein öffentliches Gebäude, 50 Wohnhäuser, eine Mühle und 37 landwirtschaftliche Gebäude.   1900 - Abriss der "Normalkirche", die "Ellerkirchstraße" erinnert noch heute an den einstigen Standort

1843 - mit dem Beginn der Industrialisierung wird das Gesicht Ellers nachhaltig verändert

1843-1882 - Prinzessin Luise von Preußen residiert im Schloss Eller

1870 - Eller hat 1.000 Einwohner

1872 - Fertigstellung beider Bahntrassen durch den Ort, der zusätzlich einen Bahnhof erhält

1896 - Eller bekommt den Status einer selbstständigen Bürgermeisterei zuerkannt

1901 - Neubau der katholischen Gertrudiskirche und desRathauses am neu geschaffenen "Kaiser-Wilhelm-Platz" (heute "Gertrudisplatz")

1905 - Einweihung der evangelischen Schlosskirche; dieGumbertstraße entwickelt sich zur zentralen Geschäftsstraße

1909 - Eingemeindung nach Düsseldorf; Eller hat zu diesem Zeitpunkt eine Größe von 6,15 km² und eine Bürgerschaft von über 10.000 Einwohnern vorzuweisen

1932 - Errichtung einer zweiten katholischen Kirche (St. Augustinus)

1943 - St. Gertrud wird bei Luftangriffen der Allierten schwer getroffen

1945 - Eller wird durch Artilleriebeschuss fast vollständig zerstört

1950 - Abschluss des Wiederaufbaus; der Schlosspark wird erstmals öffentlich zugänglich gemacht

1950 - 1970 - Neue Wohngebiete u.a. in Eller-Süd und an der Deutzer Straße werden erschlossen; hieraus resultiert der erhebliche Anstieg der Bevölkerungszahl in diesen Jahren

1964 - St. Augustinus wird durch einen größeren Neubau ersetzt

1974 - Ein zusätzliches katholisches Gotteshaus (St. Hedwig) wird in Nähe des Prozessionskreuzes "Straussenkreuz" am Werstener Feld eröffnet; heute ist die entweihte Kirche Teil eines Altenheimkomplexes

1976 - unweit des Schlosses wird der Schulkomplex der ersten Düsseldorfer Gesamtschule am Kikweg mitsamt Schwimmbad errichtet, die allerdings aufgrund des Lehrkonzeptes als auch ihrer Architektur im Stil des Brutalismus umstritten ist. 2005 wurde sie in Dieter-Forte-Gesamtschule umbenannt.

2006 - die Stadtteilgrenze zwischen Lierenfeld und Eller wird verändert, was eine Verkleinerung Ellers zufolge hat.